Trends und Themen

Tierversuchsfreie Medizin und Kosmetik fördern

von Laelia Kaderas

Adventsaktion: Sponsoren verdoppeln jede Spende

Tierversuche: weiße Maus in Hand in Plastikhandschuh
Wissenschaftlich belegt: Tierversuche sind nicht nötig. © tiburi / pixabay.de

 

Vegetarier gelten längst nicht mehr als „Körnerfresser“; „vegan“ ist ein ernstzunehmender Lebensstil geworden. Stärker als der gesundheitliche Aspekt steht dabei der Umgang mit Tieren und Umwelt im Blickfeld. 

Ein Nischenthema sind derweil Tierversuche geblieben – auch wenn fast jeder weiß, was im Namen von Wissenschaft, Lehre, „Gesundheit“ und Konsum geschieht. 

 

Alternative Methoden aussagekräftiger

„Ärzte gegen Tierversuche“ sehen seit 1979 genauer hin und können belegen, dass „Tierversuche nicht nur grausam sind, sondern unnötig und gefährlich“. Denn oft sind die Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar.

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Alternativen zu Tierversuchen zu fördern und zu verbreiten. Er klärt auf, geht an Schulen, mahnt und lehrt, dokumentiert und unterstützt Forschung, nimmt Einfluss auf Bundes- und EU-Gesetze und streitet vor Gericht, wo nötig. In vielen Situationen kann er konkret Versuchstiere vor sehr schmerzhaften und belastenden Experimenten bewahren.

 

Wissenschaftler bestimmen die Inhalte

Im Verein „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ setzen sich Humanmediziner, Tierärzte, Zahnärzte und Wissenschaftler mit Sach- und Fachkenntnis für eine tierversuchsfreie Medizin und Kosmetik ein. Die Bedeutung medizinischer Ursachenforschung und Prävention von Krankheiten steht für sie außer Frage, zugleich aber stellen sie fest: „Tierversuche ist der falsche Weg“. Bis 2009 war die Arbeit im Verein Akademikern aus der biomedizinischen Wissenschaft vorbehalten – und ist es inhaltlich weiterhin. Seit kurzem kann sie aber auch von Fördermitgliedern anderer Berufe unterstützt werden. 

 

Adventsprojekt zur Förderung tierversuchsfreier Medizin

In einer Adventsaktion der besonderen Art wirbt der Verein um finanzielle Mittel und Neumitglieder. Bis zum 24. Dezember 2018 werden hinter Kalender-Türen nicht nur relevante Information sichtbar – acht Sponsoren ermöglichen bis Heiligabend eine Verdoppelung von Spendenbeträgen und Mitgliedsbeiträgen.

 

Rotkehlchen-Versuche an der Uni Oldenburg

Gerade erst machten „Ärzte gegen Tierversuche“ und PETA in Oldenburg von sich reden: Ende November übergaben sie der Universität Oldenburg 35.000 Unterschriften gegen Experimente an Rotkehlchen, wie sie das Institut für Biologie und Umweltwissenschaften seit „mindestens 14 Jahren“ durchführt.

 

Osteuropa-Projekt

Neben öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie dieser und wissenschaftlich fundierter Information hat sich der Verein vor allem der tierversuchsfreien Forschung verschrieben. Einen Schwerpunkt bilden computergestützte Lehrmethoden, die Tierversuche ersetzen und so die Qualen tausender Tiere verhindern. Mehr und mehr Institute in der Ukraine, in Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Usbekistan steigen um. „Ärzte gegen Tierversuche“ sorgen für Information und die Finanzierung von Technik und Computerprogrammen.

 

Viele weitere Projekte, Datenbanken und Hintergrundinformation, Kampagnen und Anregungen für jedermann sind auf aerzte-gegen-tierversuche.de zu finden.

 

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