Trends und Themen

Hoffnungsträger BioÖkonomie

von

Technologie aus dem Zauberkasten der Natur

Zapfsäule mit Stroh umhüllt. Auf der Suche nach nachwachsenden Treibstoffen
Auf der Suche nach schnell nachwachsenden Treibstoffen. © Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

 

Mit Produkten aus natürlichen, rasch nachwachsenden und biologisch abbaubaren Stoffen will Deutschland weltweit an die Spitze. „Biobasierte Wirtschaft“ heißt das – oder: „BioÖkonomie“. Funktionale Kleidung nach dem Kieselalgen-Prinzip, Latex aus Löwenzahn, Getreidedünger aus stickstoffbindenden Bakterien, reißfeste Textilfasern aus Insektenchitin, Wolkenkratzer aus Holz.

In Europa werden damit mehr als zwei Billionen Euro pro Jahr umgesetzt. Das Thünen Institut gibt an, dass dieser Bereich in den vergangenen Jahren prozentual stärker anwachsen ist als die Gesamtwirtschaft. Mit ihrer ressortübergreifenden „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ und der „Nationalen Politikstrategie BioÖkonomie“ will die Bundesregierung Forschung und Entwicklung voranbringen

Vor allem von „biobasierter Hightech“ verspricht man sich Lösungen für die großen Themen der Gegenwart: Klimawandel, Ernährung einer stark wachsenden Weltbevölkerung und knapper werdende Ressourcen beispielsweise in der Energieversorgung. Auch der Arbeitsmarkt soll von BioÖkonomie profitieren.

So wird bereits kräftig geforscht, um brauchbare Bio-Kunststoffe zu entwickeln und Alternativen zu Erdöl zu finden. Oder um Eigenschaften zu verbessern. Auf den Markt gekommen ist jetzt zum Beispiel ein Smartphone mit biobasiertem Kunststoff-Touchscreen. Anders als Glas bricht und splittert der Bio-Kunststoff nicht. Der Grundstoff: Zucker.  

Für Forschung und Wirtschaft hat die Bundesregierung über Ministerien und Projektträger Förderprogramme aufgelegt. 

Am 3./4. April 2017 stellt die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) auf dem Kongress „Mit Pflanzenzüchtung zum Erfolg“ in Berlin ausgewählte Projekte aus der Forschungsförderung vor: Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR): Züchten für die Bioökonomie

 

Zur Vertiefung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Wegweiser Bioökonomie

Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR): Fördermöglichkeiten Nachwachsende Rohstoffe

 

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